Sammy, mein kleiner Süßer – 1. Monat ohne dich

Ich möchte hier meine Gedanken und Texte mit dir teilen … von heute, dem 14.5.2018, einem Monat danach …  wenn es dich interessiert … vielleicht hilft es dir ja auch in deinem Trauerprozess um ein geliebtes Tier …

Für Sammy  31.07.2001-14.04.2018

Im Sehen der Dinge
Im Fühlen des Sein’s
Im Hören des Windes
bist du mit mir

Im Grünen der Bäume
Im Spüren des Lichts
Im Plätschern des Baches
ganz nah bist du hier

Welch Segen dein Wesen
Welch Gnade dein Sein
Welch Göttliches Wirken
fängst du für mich ein

Durch das Fenster des Erinnerns
bist du stets bei mir
Durch das Herztor e‘wger Liebe

vereint sind wir hier

Sammy, mein kleiner Süßer, so hab ich dich genannt
Sammy, mein kleiner Meister, lang hab ich dies nicht erkannt
Sammy, mein kleiner Magier, hast verzaubert mich so sehr
Sammy, mein Herz- & SeelenHund, bist mir so viel mehr

Durch das Spüren all der Trauer um dich,
heilt mein Herz, bin 
ich gesund!

Denn der Prozess von Stirb und Werde,
macht am Ende alles rund!

Im Gurren der Tauben (ewige Liebe)
Im Zwitschern der Vögel (Seelenmedizin)
Im Blüh‘n der Natur (Regeneration)
komm ICH an bei mir!

Rückblick:

Heute ist es genau einen Monat her, dass wir unseren kleinen Hund, den 16 Jahre und 8 Monate alten Yorkie, Sammy, einschläfern ließen. Wer selbst je einen Hund hatte, weiß, wie sehr solch ein treuer Wegbegleiter, ein solch wundervolles Wesen, fehlt.
Sammy war schon recht bedient, war schwer Herz-krank, sah sehr schlecht, hörte fast nichts mehr und konnte sich selbst in seinem gewohnten Umfeld nicht mehr orientieren. Die letzten Wochen/Monate war er fast nicht mehr „erreichbar“, sehr schreckhaft und lief meist ruhelos umher. Ein Herumtragen, wie man das mit Babies macht, die nicht einschlafen können, beruhigte ihn manchmal und ließ ihn erschöpft in einen tiefen Schlaf fallen. Allzuoft jedoch gelang dies nicht und so schlief er dann irgendwo im Raum ein. Vorsorglich begrenzten wir sein Wandern mit Pöstern, wodurch er sich sichtlich wohler fühlte. Wir legten ein wasserdichtes Malerfließ dort auf, wo er auch sein Schlafplätzchen hatte, denn er verrichtete sein „Geschäft“ sonst überall im Haus. An ein selbst Stiegensteigen war schon lange nicht mehr zu denken, so trug ich ihn in den Garten, wenn ich ihn rechtzeitig „zum Gassi gehen erwischte“. 

Wenn ich dies so schreibe, sehe ich, wie sehr sein Alter und die fortschreitende Demenz schon lange sein Leben nicht mehr wirklich lebenswert machten. Doch ein Entscheiden, diesem Leidensprozess ein Ende zu bereiten, brachte ich nicht übers Herz. Es klingt vielleicht komisch, doch ich hatte selbst nicht mehr wirklich viel Freude am Leben, verließ nur selten das Haus, um ihn nicht allein zu lassen …. wenn ich so zurückblicke.

Ein liebevolles Hinweisen meines Mannes, auf den bereits sichtbaren Sterbeprozess ließ mich erkennen … und so holte ich mir Hilfe bei lieben Wegbegleiterinnen. Zuerst bei der Tierkommunikatorin Beate Seebauer, um zu erfahren, was mein kleiner Süßer braucht, was ich für ihn tun kann und wie es ihm denn geht. Wer Sammy kannte, versteht, warum ich ihn so nannte – sein bloßer Anblick erfreute schon, sein Herz-öffnendes Wesen und seine großen treuen Augen, um nur einiges zu nennen. Das Gespräch war berührend und brachte mir viele Erkenntnisse und Botschaften von Sammy … das Bedeutendste, was er mir vermittelte war, dass alles gut ist, wie ich es machte, es auch ok sei, wenn ich den Zeitpunkt des Abschied nehmens wähle.

In einem Coachinggespräch mit Daniela Hutter konnte ich meine Gedanken ordnen und erkennen, dass es den geliebten Sammy in seiner ursprünglichen Form schon lange nicht mehr gab. Der der im Garten herumtollt, mich mit seinen großen Augen ansieht, unbekümmert und voller Freude stets an meiner Seite ist, war nun ein meist herumirrendes Wesen, mit einem schwachen Herzen und einem ruhelosen Geist. So beschlossen wir, ihm weiteres Leiden zu ersparen, und auch uns, denn dies mitanzusehen war wirklich schlimm.

Sammy half mir, ein altes Trauma aufzuarbeiten, denn schon 2 Hunde mussten wir unerwartet, krankheitshalber einschläfern lassen, Nicki, unser erster Hund noch zuhaus bei den Eltern, ein Pudel mit 7 Jahren und Rambo, mein erster Yorkie, mit 14 Jahren.
Ich musste erkennen, dass all mein Wollen und Hoffen vergeblich war, es nicht in meiner Macht lag, dass mein Sammy friedlich einschläft und mir dieser Schritt wieder nicht erspart blieb. Doch diesesmal wählte ich den Tag dafür aus und so konnte ich Sammy vorbereiten, und wir uns auch darauf einstellen (sofern das überhaupt geht, sich auf solch eine Situation einzustellen). Diejenigen, die mich kennen, wissen um meinen spirituellen Zugang und dazu gehört auch das Erfühlen von besondren Tagen während der Rauhnächte. Eine Folge von energetisch „besondren“ Tagen, sowei Neumond, einige Portaltage, reihten sich aneinander, wo ich spürte, das ist der richtige Zeitpunkt für ein gutes Hinübergehen über die Regenbogenbrücke. 

Was soll ich sagen … mitsamt des gut-vorbereitet-Seins, war es schwer und schmerzhaft,  … die Ärztin des Vertrauens kam ins Haus und versuchte, es ihm so leicht wie möglich zu machen. Ich hielt ihn auf meinem Schoß in meinen Armen, mein Liebster an unserer Seite … 

Er fehlt … so unendlich … so sehr

Mein Trauern kommt in Wellen, bricht über mich herein, in Momenten, wo ich gar nicht damit rechne. Ich nehme die Wellen an, versuche, darin nicht unterzugehen, mache Dinge, die mich näher zu mir bringen, wie Malen, Schreiben, Meditieren, Spaziergänge in der Natur. Im Texte schreiben, Bilder malen, Lieder singen, bringe ich meine Gefühle zum Ausdruck, die mir in meinem Trauerprozess helfen. Das macht es etwas leichter, lässt mich immer wieder zur Ruhe kommen. Ich glaub ich bin immer noch in einer Schleif des nicht wirklich Fühlen wollens. Es braucht noch Zeit …